Mit dem Begriff „Narzissmus“ oder „narzisstisch“ verbindet sich gemeinhin die Vorstellung von egozentrischen, selbstgefälligen und  ausbeuterischen Menschen, die dazu neigen, sich selbst zu überschätzen, sehr stolz sind und eine hohe Anspruchshaltung haben.
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Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Was ist eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung?

Mit dem Begriff „Narzissmus“ oder „narzisstisch“ verbindet sich gemeinhin die Vorstellung von egozentrischen, selbstgefälligen und  ausbeuterischen Menschen, die dazu neigen, sich selbst zu überschätzen, sehr stolz sind und eine hohe Anspruchshaltung haben. Der Begriff des Narzissmus geht auf den griechischen Mythos zurück, der oberflächlich verstanden Eigenliebe bedeutet, er versinnbildlicht die große Selbstbespiegelungstendenz und die damit verbundene Beziehungsproblematik (zu sich selbst und  zu Anderen) des narzisstisch verwundeten Menschen und leistet dadurch der negativen Beurteilung der Narzissten Vorschub. Beschäftigt man sich jedoch näher damit, so zeigt  sich deutlich, welch tiefes Leiden mit der Selbstbespiegelung verbunden ist. Es ist das Leiden, sich von sich selber entfremdet zu fühlen. 

Unsere Kultur, in der Leistung und Status sehr hoch bewertet werden, trägt zur Verstärkung des Narzissmus bei, ebenso wie die  Werbewirtschaft, die seine Existenz nutzt und seine Entwicklung fördert. Die Wurzeln der narzisstische n Störung reichen jedoch viel tiefer, der Ort ihrer Entstehung ist die Familie.   

Symptome der narzisstischen Persönlichkeitsstörung

Es dominieren depressive Symptome: 

  • das Gefühl der inneren Leere 

  • Niedergeschlagenheit

  • unspezifische Ängste

  • Störungen in den Beziehungen zu anderen Menschen

  • Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu leben 

  • Größenphantasien (oder Kleinheitsphantasien) bei gleichzeitiger tiefer
    Selbstunsicherheit

  • Störung des Selbstwertgefühls und starke Kränkbarkeit

  • Körperliche Symptome 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Wie kann man sich das vorstellen? Was ist gestört?

Bei der narzisstischen Persönlichkeitsstörung sind zwei grundlegende Gefühle gestört: das Selbstwertgefühl und das Selbstgefühl:  

Das Selbstgefühl hängt davon ab, wie gut oder wie schlecht jemand das eigene Selbst, also sich selbst wahrnimmt. Ist das Selbstgefühl nur schwach ausgebildet, hat man keinen wirklichen Zugang zu den eigenen Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen. Es findet keine Anregung statt, man hat den Eindruck, in einer öden Leere zu vegetieren. Es ist arm und leer in einem, man langweilt sich furchtbar. Gerade das mangelnde Selbstgefühl zeigt uns, dass der narzisstisch gestörte Mensch sich selbst nicht lieben kann. Er ist im Gegenteil sich selbst entfremdet. Das Gefühl für das eigene Selbst ermöglicht erst die wirkliche Selbstliebe. Der Mensch mit einer narzisstische n Persönlichkeitsstörung versucht unbewusst, diese Grundstörung im Selbst zu kompensieren (wie z.B. durch  Größenideen und  Idealisierung) oder durch Abwehrmechanismen (wie z.B. Überanpassung und Entwertung) zu bewältigen. 

Weil das Selbst defekt ist und hinter der Fassade versteckt bleibt, ist beim narzisstisch Gestörten das Selbstwertgefühl schwach und labil, die Balance des Selbstwertgefühls ist gestört. Das bedeutet, dass ein solcher Mensch in hohem Maß auf die Anerkennung und Bewunderung von außen angewiesen ist. Denn im Gegensatz zum Durchschnittsmenschen hängt beim narzisstisch gestörten Menschen das Gefühl für den eigenen Wert fast ausschließlich von der Umwelt ab. Zur Kompensation/Ausgleich seiner Unsicherheit und Minderwertigkeit baut er ein Größenselbst auf, mit welchem er stets neue Zuwendung, Bewunderung und Spiegelung von anderen Menschen wünscht. Das Größenselbst produziert wiederum Größenphantasien, welche genährt werden wollen und den Wunsch nach Bestätigung von außen nur immer neu entfachen. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Voraussetzungen zur Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls

Für die kindliche Entwicklung ist es von äußerster Wichtigkeit, dass dem normalen Bedürfnis des Kindes nach Zuwendung und Zuneigung, nach Wärme und Geborgenheit Rechnung getragen wird. Ebenso braucht es die  Möglichkeit, sich in der liebenden Bezugsperson zu spiegeln und dabei doch als eigenes Wesen mit seiner Eigenart wahrgenommen zu werden. Die phasengerechte, adäquate Befriedigung dieser kindlichen Bedürfnisse scheint entscheidend für die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Frustration (Enttäuschung) narzisstischer Bedürfnisse in der frühen Kindheit 

Wo diese Zuwendung fehlt oder wo das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass ein Kind sich so zu entwickeln hat, wie seine ehrgeizigen Eltern, die sich in ihrem Wunderkind wieder finden möchten, es sich wünschen, kommt es zu den entsprechenden  Fehlentwicklungen. Ein Kind, welches in einem Familienklima heranwächst, das ihm seelisch aus irgendwelchen Gründen nicht gerecht werden kann, hat nur eine Möglichkeit, wenn es geliebt werden will: sich anzupassen und innerlich möglichst nichts mehr an sich heranzulassen. So tritt mit der Zeit eine Art „gnädige Anästhesie“ ein. Der Preis für diese Strategie besteht in der Einkapselung der Gefühle, so dass es später viel Zeit und Kraft braucht, um diesen Panzer aufzubrechen. 

Sowohl ein Zuviel an Enttäuschung, an Frustration und Kränkung wirkt sich schädlich und entwicklungshemmend aus, wie auch ein Zuviel an Einfühlung, an Verwöhnung, ein Fernhalten von allen schwierigen Situationen, eine zu lange Unterstützung der narzisstischen Bedürfnisse einen ebenso schädlichen Einfluss auf die Entwicklung hat, da die notwendige Anpassung an die Versagungen des Lebens nicht erlernt werden kann. Die optimale phasengerechte Erziehung steht also zwischen Verwöhnung auf der einen und krank machender Versagung auf der anderen Seite.  

Ursachen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung 

Man geht davon aus, dass die Störung ihre Wurzeln in der frühen Kindheit hat, wobei neben dem frühkindlichen Erleben auch ein konstitutioneller Faktor, also Erbanlagen mit all ihren  Schwierigkeiten und Begabungen, eine  Rolle spielen können. Wiederholte seelische Verletzungen, welche normale narzisstische Bedürfnisse nach liebevoller Zuwendung, Geborgenheit und Akzeptanz besonders in der frühen Kindheit, aber auch später verhindern, lassen die narzisstische Persönlichkeitsstörung entstehen. 

Im Einzelnen können unterschiedliche Familienkonstellationen dazu beitragen. Tiefgreifende offene oder verdeckte Eheschwierigkeiten der Eltern können dazu führen, dass ein Ehepartner das Kind bzw. die Kinder auf seine Seite zieht. So können Mütter, die sich in ihrem Leben nicht glücklich fühlen, ihre Töchter in die Welt ihrer Sorgen mit hineinziehen und von ihnen getröstet werden wollen. Das Kind als Vertraute der Mutter wird ihr stets das größte Verständnis entgegenbringen, jedoch um den Preis, dass es alle seine eigenen Bedürfnisse unterdrückt. Es darf die Mutter auch nicht kritisieren, da  diese sich ja für eine gute, aufopfernde Mutter hält und dafür auch Dankbarkeit erwartet. 

Jungen wiederum werden von der Mutter besonders dann in ihrem Sinne manipuliert, wenn sie in Konflikt gerät mit ihrem Ehemann, der ja auch der Vater des Jungen ist. Dieser wird von der Mutter entweder mit Worten oder indirekt durch ihre Haltung herabgesetzt, wobei sie dadurch häufig besonders edel, gütig und fehlerlos in den Augen des Sohnes erscheinen mag.  

Väter von narzisstisch gestörten Menschen sind oft selber schwache, unsichere Persönlichkeiten, die allerdings mächtig zu kompensieren verstehen. Oft sind sie in der Familie gar nicht richtig vorhanden, oder sie sind bedeutungslos. Sie suchen ihre Bestätigung eher außen bzw. im Berufsleben und überlassen die eigentliche Erziehung weitgehend der Mutter. Andere Väter kompensieren ihr schwaches Selbstwertgefühl damit, dass sie zum Familientyrannen werden. Sie demonstrieren ihre Stärke mit physischer Kraft, indem sie ihre Kinder züchtigen und so zu beherrschen verstehen. Oft – und dies wirkt besonders bei sensiblen Kindern – kommt es zu subtilen Entwertungen.  

Insgesamt kann man davon ausgehen, dass sich eine narzisstische Persönlichkeit dort entwickeln wird, wo ein sensibles Kind mit Eltern aufwächst, die nicht oder ungenügend in der Lage sind, es in seinen eigenen natürlichen Bedürfnissen zu unterstützen. Die Eltern sind im Grunde selber schwache, unsichere und in ihrem Selbstwertgefühl labile Menschen. 

Worauf ist bei der Behandlung der narzisstischen Persönlichkeitsstörung zu achten? 

Der Patient mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung braucht eine therapeutische Begleitung, in der er Verständnis, emotionale Wärme und Einfühlung erfährt. Erst wenn eine ausreichende Vertrauensbasis in einer Geborgenheit spendenden Atmosphäre hergestellt ist, wird es ihm gelingen, Zugang zu lange verschütteten, angst- und schambesetzten Gefühlen zu entwickeln. Häufig sind die ersten wiederauftauchenden Gefühle Trauer oder Wut und Hass. 

Es ist wichtig, seine eigenen negativen Gefühle zu kennen, sie lassen sich dann eher steuern, wenn wir sie kennen, sonst haben sie uns - nicht wir sie. Das Freilegen von Gefühlen, auch von negativen, macht uns lebendiger und ermöglicht den bewussten Umgang mit der eigenen Schattenseite. Dies verbessert somit unsere Selbststeuerung und verhindert, uns unseren Gefühlen ausgeliefert zu fühlen.   

Wenn es dann gelingt, Abwehrhaltungen wie Entwertungen und Kompensationsmechanismen wie das Auftauchen von Größenideen aufzuzeigen, ist das für die Entwicklung des Patienten eine große Chance. Das Aufzeigen und Besprechen bewirkt allerdings nur eine intellektuelle Einsicht. Man wird dabei immer wieder auf unverarbeitete Kindheitsprobleme stoßen, die in der Erinnerung auftauchen. Die lebendige, nicht rein rationale, sondern gefühlsmäßige Auseinandersetzung mit den verdrängten Frustrationen, Kränkungen und Konflikten einerseits und das einfühlsame Besprechen und Umkreisen andererseits sind die therapeutisch wirksamsten Mittel. Es geht somit in einer Therapie um eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit sich selbst und der eigenen Vergangenheit. Nur so kann der Patient lernen, Verständnis und Mitgefühl für sein eigenes Verhalten und die eigene Biographie  aufzubringen.  

Auf diesem Weg bedarf der Betroffene oft einer langen Zeit der behutsamen Begleitung. Der Wunsch, möglichst schnell die eigene Gefühlswelt entwickeln zu wollen, ist verständlich, jedoch kann nur durch einen langwierigen inneren Prozess gebessert werden, was sich während der frühen Kindheit in eine falsche Richtung entwickelt und sich zudem oft ein halbes Leben lang verfestigt hat. 

Auch die kreativen Therapien Gestaltungstherapie und Musiktherapie sind sehr gut geeignet, den Zugang zur eigenen Gefühlswelt, die auch stark mit körperlichen Erfahrungen verwoben ist, zu finden. Sie tragen durch die verschiedenen Möglichkeiten des kreativen Ausdrucks zur Stabilisierung der Persönlichkeitsstruktur und dem Aufbau der Ich-Grenzen, der Überprüfung der Wahrnehmung der eigenen  Umwelt und der Affektdifferenzierung bei. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Wann ist eine stationäre psychosomatische Behandlung angezeigt? 

Wenn die ambulanten therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft sind oder die Symptomatik sich in Krisensituationen zugespitzt hat, ist eine intensive Behandlung in einem Schutz- und Schonraum, den nur eine Klinik bieten kann, erforderlich. Der mit einer Klinikaufnahme verbundenen Herausnahme aus dem beruflichen und häuslichen Umfeld kommt eine besondere Bedeutung zu, da häufig die soziale Umgebung mit ihren Anforderungen sowie die Alltagsgewohnheiten eine starke Beteiligung an der Symptomatik haben. Die dadurch bewirkte momentane Entlastung schafft eine notwendige Distanz, aus der es  meist leichter möglich ist, die eigene Lebenssituation zu reflektieren. Eine psychosomatische Fachklinik bietet darüber hinaus den Rahmen einer therapeutischen Gemeinschaft, in dem Begegnungen und Auseinandersetzungen erleichtert möglich sind. Ein vielfältiges Therapieprogramm sowie intensive ganzheitliche „körperliche“ Behandlungsansätze helfen, verschüttete Gesundheitsressourcen wieder freizulegen und die inneren Kraftquellen für einen gesünderen Neuanfang zu aktivieren. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Behandlung von Patienten in der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik

In unserer ganzheitlichen psychosomatischen Behandlung arbeiten wir auf der Grundlage eines humanistischen Menschenbildes tiefenpsychologisch fundiert nach gestalttherapeutischem Ansatz. Wir bieten eine Kombination von Einzelgesprächen und  Gruppentherapien an in Verbindung mit körperorientierten Ansätzen wie Körperwahrnehmungs- und Entspannungsverfahren, kreativen Verfahren und medizinischen Anwendungen sowie klassischen Anwendungen von Badeabteilung, Physikalischer Therapie und Krankengymnastik. 

Eine gründliche Aufnahmeuntersuchung umfasst in der Psychosomatik neben der körperlichen Untersuchung auch eine ausführliche Erhebung der Lebensgeschichte des Patienten, der aktuellen beruflichen und privaten Lebensumstände unter Berücksichtigung von belastenden Lebensereignissen und Konflikten. In einem weiteren Schritt geht es darum, den Stellenwert oder Symptomwert der Beschwerden im seelischen Gefüge der Betroffenen herauszuarbeiten und sie Ansätzen von gesunden und kraftvollen Seiten gegenüberzustellen.

Behandlungsziel ist die Erhöhung der Selbstakzeptanz durch eine bessere Einfühlung in sich selbst und in andere. Hierzu gehören die Wahrnehmung und Anerkennung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse, sowie ein verbesserter Kontakt und Austausch mit anderen sowie ein insgesamt stabileres Selbstwertgefühl. Zur nachhaltigen Verbesserung des seelischen und körperlichen Wohlbefindens gehört auch die  Wiedergewinnung eines ressourcen-orientierten Lebensstils. Folgende Therapieangebote stehen hierzu zur Verfügung: 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Medikamentöse Behandlung

Wenn die depressive Symptomatik im Vordergrund steht ist eine medikamentöse Unterstützung, besonders zu Beginn der Behandlung, oft sinnvoll, im Vordergrund steht jedoch das Erlernen und Einüben von alternativen Bewältigungsstrategien zur Besserung der Symptomatik. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Einzeltherapie

Im Einzelgespräch geht es auf der Grundlage einer wertschätzenden Haltung um den Aufbau einer ausreichenden Vertrauensgrundlage, in der es dem Patienten möglich wird, Gefühle - insbesondere auch traurige - zuzulassen und nicht jeden Schmerz gleich wieder zu verdrängen. Im weiteren geht es für den Patienten darum, den eigenen hohen Maßstab, die eigenen Größenideen - und seien es auch grandiose Phantasien von der eigenen Wertlosigkeit - kennen und relativieren zu lernen, um eine bessere Steuerungsfähigkeit und Selbstakzeptanz zu erlangen.  

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Gruppentherapie

Sie stellt ein empathisches interaktionelles Gruppenfeld dar, in dem durch die Unterstützung der Mitpatientinnen und Mitpatienten Erfahrungen ausgetauscht und Problemfelder bzw. lebensgeschichtliche Bezüge bearbeitet werden können. Sie stellt einen Übungsrahmen zur Verfügung zur Verbesserung von Selbst- und Fremdwahrnehmung. Kontaktfähigkeit sowie Nähe und Distanzregulierung in Beziehung können übend vertieft werden. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Traumatherapiegruppe

Sie ist angezeigt, wenn es sich bei den Körpersymptomen und -beschwerden um dahinter liegende traumatische Erfahrungen handelt. Hier werden in einem  strukturierten und achtsamen Rahmen imaginative Distanzierungstechniken von Stress erzeugenden Lebensereignissen geübt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die „innere Kindarbeit“, das Erlernen von Selbstfürsorge und ausreichender Abgrenzungsfähigkeit. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Entspannungsverfahren (Progressive Muskelrelaxation PMR)

Sie unterstützt die körpertherapeutischen Verfahren. Durch bewusstes muskuläres Anspannen und Loslassen kann eine verbesserte Körperwahrnehmung sowie Reduktion von seelischer und körperlicher Anspannung erreicht werden. Dieses Verfahren wird im Liegen und im Sitzen angeboten. 

Yoga und Meditation erleichtern durch den Wechsel von Zentrierung, bewusster Körperhaltung und „Loslassen“ die gerichtete Wahrnehmung der körperlichen und seelischen Vorgänge  und dienen darüber hinaus der Entspannung. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Kreativtherapie

Unterstützt und begleitet wird unsere Arbeit zur Förderung der Selbstwahrnehmung durch  kreativtherapeutische Zugänge, durch kreative Medien, die anregen zu kreativem Schreiben, Malen und Körperausdruck. Sie tragen dazu bei, an bereits bekannte Ressourcen / Kraftquellen anzuknüpfen oder neue zu erschließen und führen dazu, Aktivitäten ganzkörperlich zu spüren. 

Körpertherapie mit Qigong,  Feldenkrais, Tai Chi 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Körper- und Bewegungstherapie

Besonders in der Bewegungstherapie geht es darum, die Einheit von Körper und Leib wieder herzustellen, wahrzunehmen, dass jedes Gefühl eine körperliche Entsprechung hat und körperliche Symptome Antworten auf das sind, was dem Leib in allen seinen Dimensionen widerfahren ist. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erschließung der eigenen Kraftquellen mit der Fähigkeit, seelische und körperliche Befindlichkeit  in Einklang zu bringen und sich  wieder wohlfühlen zu lernen im eigenen Körper.  

Männer- bzw. Frauengruppe

Hier können spezifische Themen in gleichgeschlechtlichen Kleingruppen ausgetauscht und bearbeitet werden.   

Gruppe Arbeitsplatzkonflikte / Mobbing, Burnout

Unser Gruppenkonzept kombinieren wir mit speziellen Angeboten wie Männergruppe, Frauengruppe sowie der Gruppe für Arbeitsplatzstörungen (Mobbing, Burnout u.a.). In diesen Indikationsgruppen werden spezifische Themen bearbeitet und Anregungen gegeben, wie mit dem bestimmten Symptomenkomplex gearbeitet werden kann. Zum Beispiel, wenn chronische Anspannung und Stress durch lang andauernde Berufskonflikte Ursache der  vielfältigen Körpersymptome darstellen. Die Inhalte dieser Gruppen fließen wieder in den Gesamt-Therapieverlauf  ein. 

Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Therapeutische Gemeinschaft

Der regelmäßige Austausch der Mitpatienten untereinander über die gemeinsame Gruppenarbeit hinaus stellt einen wesentlichen Eckpfeiler der stationären psychosomatisch-psychotherapeutischen Arbeit dar. Sie bietet auch das notwendige „Übungsfeld“ für das Erproben von neuen Verhaltensmustern, das in den therapeutischen Einzel- wie Gruppen-Sitzungen erneut reflektiert werden kann. 

Physikalische Therapie wie Bäder, Massagen, Kneipp’sche Anwendungen und Sauna

Sport

Ein weiterer wichtiger Behandlungsansatz ist die körperliche Stärkung und Aktivierung, die maßgeblich beiträgt zu Lebendigkeit und Wohlgefühl. In unserer Abteilung stehen verschiedene sportliche Angebote zur Verfügung, um ein moderates Ausdauertraining zu gewährleisten.  

Sozialberatung

In Bezug auf weitere ambulante Behandlungsmöglichkeiten bzw. berufliche Rehabilitation ist bei Bedarf eine sozialmedizinische und sozialpädagogische Beratung möglich.   

B. Landgrebe 

Weitere Informationen

Sekretariat der Abteilung Tiefenpsychologische Psychotherapie
Integrative Gestalt- und Traumatherapie

Frau Weber
Telefon 05626 88-1757
Telefax 05626 88-1857
E-Mail gestalt(at)hwk2.de

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